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19. November 2022

Katar 2022: Nicht unsere WM!

Warum wir dieses Jahr nichts zur Fußball-Weltmeisterschaft machen...



Lieber HuBBa,


wie du wahrscheinlich bereits mitbekommen hast, haben wir uns dazu entschieden, dieses Jahr nichts zur Fußball-Weltmeisterschaft zu machen. Das hat verschiedene Gründe – zum einen die katastrophalen Arbeitsbedingungen, zum anderen die Menschenrechtsverletzungen.

Nach im Februar 2021 erschienenen Recherchen des Guardian, starben seit der Entscheidung über den Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 mindestens 6751 Arbeitsmigranten im Zusammenhang mit dem Bau der Stadien in Katar. Die Arbeitsbedingungen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft sind katastrophal. In Katar, einem der reichsten Länder der Welt, arbeiten viele Menschen, die aus anderen Ländern wie Nepal, Bangladesch, Indien, von den Philippinen und aus Pakistan stammen. Sie sind billige Arbeitskräfte und verdienen meist nur umgerechnet 247 Euro im Monat. Grund für diese Ausbeutung in Katar ist das Vormundschaftssystem (Kafala).

Es kommt der modernen Sklaverei gleich, denn es bindet Arbeiter an Bürgen, ohne deren Zustimmung, diese weder die Arbeitsstelle wechseln, noch das Land verlassen können. Für die Fußball-Weltmeisterschaft wurden in den vergangenen 12 Jahren 100.000 Arbeitsmigranten Opfer von dieser Art der Ausbeutung und anderen Menschenrechtsverstößen.



Des Weiteren ist Homosexualität in Katar eine Straftat. Nach Artikel 201 des Strafgesetzbuchs aus dem Jahr 1971 werden homosexuelle Handlungen in Katar mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet. Du solltest dich fragen, ob du eine Fußball-Weltmeisterschaft in einem Land mit solchen Wertvorstellungen unterstützen möchtest.

Eigentlich sollte die Fußball-Weltmeisterschaft etwas sein, was Menschen zusammenführt, da die ganze Welt diese zur gleichen Zeit mitverfolgt. Das ist allerdings vollkommen in den Hintergrund geraten, stattdessen herrscht Geldgier und Menschenleben werden riskiert.

Auch bislang weigern Fifa und Katar sich, Menschenrechtsverletzungen finanziell zu entschädigen.



Zeichen setzen gegen die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar
Ganz einfach: Sieh dir die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft nicht an.

Dein HuBBa Team

Ein Artikel von

Pazo


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